
Rüdiger Fein
„Nein, Layla Stollbert entspricht so gar nicht dem in Jana Scheerers Buch „Mein innerer Elvis“ dargestellten Klischee des 15-jährigen Mädchens Antje, das auf der Suche nach dem eigenen Ich ist. Denn die Hauptdarstellerin in dem Theaterstück, das die Theater AG des Gymnasiums am Hoptbühl in diesen Tagen auf die Bühne des Villinger Theaters am Turm gebracht hat, ist – anders als im Buch dargestellt – nicht klein und pummelig, sondern groß und schlank. Aber das ist auch schon der einzige Unterschied, denn Layla Stollbert schlüpft augenscheinlich gerne und auf der Bühne überzeugend in die Rolle der Antje, die von der Gewissheit getrieben ist, dass Elvis seinen Tod nur vorgetäuscht hat und dass er lebt. Sie trampt nach Graceland, um dort ihr Idol zu treffen.“
Kulturpreis des Schwarzwald-Baar-Kreises 2019

Der Kulturpreis 2019 geht an Layla Stollbert. Die erst 13-Jährige erhielt die mit 2500 Euro dotierte Auszeichnung in der diesjährigen Kategorie „Literatur und Drama“.
„Nicht leicht hatte es die Jury, bestehend aus der Buchhändlerin Sabine Hauser; der Leiterin der Stadtbibliothek Löffingen Birgit Kuttruff und dem ehemaligen Stadtschreiber Rottweils Thomas Perle, der als Schriftsteller heute in Wien lebt und arbeitet.
24 eingesandte Texte hieß es zu lesen und zu bewerten. Deshalb entschloss sich das Trio, drei Anerkennungspreise zu vergeben an Andreas Fischer aus St. Georgen, Nathalie Wildpreth und Katrin Sutermeister aus Villingen-Schwenningen.
Der mit insgesamt 7500 Euro belegte Kulturpreis wird seit 2000 auf Initiative des „Theaters am Turm“ verliehen. Inzwischen loben ihn die Sparkasse Schwarzwald-Baar und der Schwarzwald-Baar-Kreis in den alljährlich wechselnden Kategorien Bildende Kunst, Theater-Schauspiel-Kleinkunst, Musik und Gesang sowie Literatur und Drama aus. Bei der Preisübergabe am Freitagabend im Foyer des Landratsamtes waren alle Stuhlreihen besetzt. Viele Kulturinteressierte wollten offensichtlich gerne in das „Schaufenster für Nachwuchskünstler“ blicken, wie das Landrat Sven Hinterseh erfreut interpretierte. Der Sparkassen-Vorstandsvorsitzende Arendt Gruben sah den diesjährigen Kulturpreis als „Sprungbrett“ für die Autoren, zumal sie sich mit ihrer Einsendung an die Öffentlichkeit getraut haben.
Überrascht und gefesselt hat die Juroren die 13-jährige Layla Stollbert aus Villingen mit der Schilderung eines Amoklaufes „Am Ende der Gasse“. Sie erhielt dafür den Hauptpreis.“
Schwabo, 24.11.2019
https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.villingen-schwenningen-erster-platz-fuer-layla-stollbert.0ca532ec-5693-4ad5-ab2c-a4f672ddc428.html